Genau diese Überschrift geisterte mir schon den ganzen Dreh im Kopf rum, genau so werd ich die nächste Überschrift nennen, wenn ich mal Zeit zum Bloggen finde. Zeit ist nicht wirklich da, da auch schon das nächste Projekt ansteht. Aber egal, jetzt schreib ich erst mal ein wenig, Zeit hin oder her.
Da sich kurz vor dem Dreh noch ordentlich viel in der Crew und teilweise auch im Drehbuch geändert hat, gibt’s eben am Ende noch mal alle wichtigen News. Also unsere Crew sah wie folgt aus:
Mirko Klees – Drehbuch, Produktion, Regie

Gelernter Programmierer, Drehbuchautor und leidenschaftlicher Produzent.
Nic Mussell – Kamera, Licht

Studiert im siebten Semester an der HFF in München und hatte glücklicherweise
während dem Dreh zwei Wochen frei.
Thomas Sluzalek – Regie, Ausstattung

Gelernter Grafikdesigner, Drehbuchautor und ein Hammer Regisseur.
Marco Piemontese – Catering, Ausstattung

Studiert bald Sozialpädagogik, der Mann für alles, sag’ es ihm, er kann das.
Eric Binek – Ton, Fahrer

Arbeitet in Frankfurt für ein IT Unternehmen, Fotograf und sehr talentiert mit Ton.
Inci Bosnak – Kammeraassistentin, Setfotografin

Freiberufliche Kamerafrau, super Fotografin und als Assistentin viel zu unterfordert.
Und natürlich die Darsteller:

(von links) Chris Gutjahr (Mann), Sarah Stork (Judith), Thomas Koch (Sam)
Natürlich waren noch viel mehr mit dabei, aber das war jetzt mal so das Kern-Team, was vom ersten bis
zum letzten Drehtag dabei war. Muss mich auch bei Julia Appelt bedanken, die an den letzten zwei Drehtagen dazu gestoßen ist. Ich habe anfangs Regie geführt, habe aber dann gemerkt, dass ich die Produktion nicht nebenbei laufen lassen kann. Also habe ich mich mit Thomas S. besprochen und ihn um seine Hilfe gebeten. Er wusste genau wie ich mir den Film vorstelle und hatte mir schon beim Überarbeiten des Drehbuchs zur Seite gestanden. Es gab einfach noch so viel für die Produktion zu tun, da musste ich einfach den Kopf frei haben.
Eine Sache lernt man immer wieder, man kann nicht genug planen. So viele
Drehorte standen noch nicht, als wir anfingen zu drehen. Ein Schauspieler musste plötzlich neu besetzt werden und das gute alte Geld wurde wieder mal mehr als knapp gegen Ende. Wenig Schlaf und rauchende Köpfe gehören dazu und irgendwie fehlt mir das auch schon wieder. Nach dem Dreh ist alles so ruhig, hey, man kann ausschlafen. Obwohl auch da noch Arbeit für mich bevorstand. Übergabe der Drehorte (hatten eine ganze Wohnung für eine Woche, gratis), Aufräumen/Putzen, Ausstattung zurückbringen, Equipment zurückbringen… ihr kennt das ja. So, Mitte letzte Woche war ich dann so weit fertig. Hier mal eine kleine Liste der Gratisleistungen:
- Drehort Bus, Gratis (dank RNV)
- Drehort Wohnung, Gratis (dank GAG)
- Drehort Gang, Gratis (dank Nics Vater)
- Drehort Aufzug, Gratis (dank Walzmühle)
- Möbel für Wohnung, Gratis (dank Klä Amsel)
- Kamera, Gratis (dank slashcam)
Und natürlich noch vieles mehr, z.B. die ganze Crew und die Darsteller, alle haben für lau gearbeitet. Im Nachhinein, würde ich mit der gleichen Crew immer wieder zusammenarbeiten. Es gab (abgesehen von zwei kleinen Meinungsverschiedenheiten)
keinerlei Probleme, jeder hat mit jedem super zusammen gearbeitet und ein professionelles Verhalten an den Tag gelegt. Ich habe so viele neue interessante Leute kennen gelernt, die hoffentlich alle bei meinen nächsten Projekten dabei sind. Es ist unglaublich, wie sehr mich dieser Dreh gepusht hat, ich will und ich werde nie wieder was anderes machen. Filme machen, Filme machen, Filme machen!!! Auch wenn es ein steiniger Weg ist (denn ich werde keine Filmhochschule besuchen), aber genau der richtige und genau DAS Richtige für mich.
Jetzt geht es erst mal an den Schnitt, Material ist schon gesichtet, sehr
viele super Takes dabei. Einen kleinen Schnitt habe ich sogar schon fertig gestellt. Der sogenannte Sarah Cut. Da Sarah Stork (Judith) nicht allzu viel an Demomaterial hat und nach Decision eine Agentur auf sie aufmerksam wurde, habe ich ihr mal schnell einen kleinen Cut aus ihren Szenen zusammengeschnitten. So konnte ich einfach mal frei nach Schnauze schneiden und auch testen, ob die Drehorte zusammen passen. Eben ein Sarah Cut. Gefällt mir sehr gut, nur darf ich ihn leider nicht öffentlich machen.
Ich werde die Tage/Wochen weiter Material sichten, sortieren und beschriften und dann möglichst bald mit dem Schnitt beginnen. Für den Feinschnitt, Farbkorrektur, Musik und Nachvertonung lasse ich andere ran, die auch schon fast alle feststehen.
Diese Woche kommt erst mal super viel Arbeit auf mich zu. U.a. dem eigentlichen Beruf nachgehen (Webprogrammierer, IT-Mann), nächstes Filmprojekt planen (was diese Woche gedreht wird) und und und…
Ihr hört von mir, wenn es Neues gibt.